Nein, du bildest dir das nicht ein.
Google hat Mitte August 2026 die Logik für conversionbasierte Gebotsstrategien verändert. Das betrifft vor allem Kampagnen mit Ziel-CPA oder Ziel-ROAS. Gleichzeitig übernimmt künstliche Intelligenz immer mehr Entscheidungen innerhalb der Plattform.
Mehr Automatisierung. Weniger direkte Kontrolle. Und definitiv kein Zeitpunkt für „Set it and forget it“.
Ziel-CPA und Ziel-ROAS werden ernster genommen
Bisher konnten budgetbegrenzte Kampagnen deutlich besser performen als das hinterlegte Ziel.
Ein Beispiel: Du hattest einen Ziel-ROAS von 200 Prozent eingestellt, deine Kampagne erreichte aber konstant 350 Prozent. Google konzentrierte sich innerhalb des begrenzten Budgets stärker auf besonders rentable Conversions.
Seit der Änderung orientiert sich das System konsequenter am tatsächlich eingestellten Ziel. In unserem Beispiel kann Google Ads also zusätzliche, teurere Auktionen nutzen, solange der festgelegte ROAS von 200 Prozent noch erreicht wird.
Das bedeutet: Ein zu niedrig angesetzter Ziel-ROAS oder ein zu hoher Ziel-CPA kann Google deutlich mehr Spielraum geben, als dir lieb ist.
Warum verschlechtert sich die Performance?
Nicht jedes Minus seit August ist automatisch auf das Update zurückzuführen. Saison, Wettbewerb, Budget, Nachfrage, Website und Tracking beeinflussen die Ergebnisse weiterhin.
Die neue Gebotslogik kann aber dazu führen, dass:
- Kampagnen mehr teure Auktionen nutzen
- der tatsächliche CPA näher an den eingestellten Ziel-CPA rückt
- der ROAS in Richtung des hinterlegten Zielwertes sinkt
- sich Budget und Reichweite anders verteilen
- kurzfristig weniger oder teurere Conversions entstehen
- bestehende Performance-Vergleiche verzerrt werden
Wer im August deutliche Veränderungen festgestellt hat, sollte deshalb nicht panisch alle Kampagnen umbauen. Aber auch nicht einfach zuschauen.
Google Ads wird zur Blackbox. Wir bringen Licht rein.
Google setzt immer stärker auf Broad Match, Smart Bidding, Performance Max und AI Max. Die Algorithmen entscheiden zunehmend selbst, welche Suchanfragen, Nutzer:innen und Platzierungen angeblich relevant sind.
Das kann hervorragend funktionieren – wenn die richtigen Daten vorhanden sind.
Ist das Conversion Tracking fehlerhaft, sind die Ziele falsch definiert oder werden irrelevante Aktionen als Conversions gewertet, optimiert Google sehr effizient in die falsche Richtung.
Garbage in. Garbage out. Nur halt mit deinem Werbebudget.
Was Unternehmen jetzt tun sollten
Zielwerte überprüfen
Vergleiche deinen eingestellten Ziel-CPA oder Ziel-ROAS mit der tatsächlichen bisherigen Performance. Liegen diese Werte weit auseinander, sollte die Strategie überprüft werden.
Conversion Tracking kontrollieren
Google braucht saubere Signale. Prüfe, ob Käufe, Anfragen und andere relevante Aktionen korrekt und nur einmal erfasst werden.
Suchbegriffe analysieren
Broad Match und automatisierte Kampagnen können zusätzliche Reichweite bringen – aber auch jede Menge irrelevante Suchanfragen. Negative Keywords sind deshalb wichtiger denn je.
Änderungen nicht überstürzen
Wer gleichzeitig Gebote, Budget, Keywords, Anzeigen und Conversion-Ziele verändert, weiss danach nicht mehr, welche Anpassung welche Wirkung hatte. Änderungen sollten gezielt vorgenommen und sauber ausgewertet werden.
Landingpages nicht vergessen
Die beste Gebotsstrategie bringt nichts, wenn die Website nicht verkauft. Angebot, Botschaft, Ladezeit, Vertrauen und Call-to-Action müssen zum Suchbedürfnis passen.
Googles Empfehlungen sind keine Befehle
Google empfiehlt gerne mehr Budget, breitere Keywords und zusätzliche automatisierte Kampagnentypen.
Überraschung: Google verdient an deinen Klicks.
Automatische Empfehlungen können hilfreiche Hinweise liefern. Sie ersetzen aber keine individuelle Analyse deines Unternehmens, deiner Margen und deiner tatsächlichen Ziele.
Nicht jede Empfehlung verbessert deine Performance. Manche erhöhen hauptsächlich deine Ausgaben.
Was wir bei amber jetzt anders machen
Wir haben die Zielwerte in den betreuten Konten überprüft und dort angepasst, wo sie nicht mehr zur tatsächlichen Performance und den wirtschaftlichen Zielen passen.
Zusätzlich analysieren wir:
- Veränderungen vor und nach Mitte August
- Kosten pro Conversion
- ROAS und Conversion-Wert
- Suchbegriffe und Match Types
- Budgetverteilung zwischen Kampagnen
- Performance von Search und Performance Max
- Qualität der Conversion-Signale
- tatsächliche Rentabilität statt schöner Oberflächenwerte
Denn eine grüne Zahl im Google Ads Konto ist noch lange kein Geschäftserfolg.
Performance plötzlich im Keller?
Dann bitte nicht einfach das Budget erhöhen und hoffen, dass Google das schon regelt.
Wir analysieren dein Google Ads Konto, überprüfen Tracking, Zielwerte und Kampagnenstruktur und zeigen dir, wo Budget verloren geht und welches Potenzial noch ungenutzt bleibt.
Weniger Google-Blabla. Mehr profitable Conversions.

